Im April schlägt Red Events in Genf ein neues Kapitel auf — mit Wineganza, dem ersten Abend des Hauses, der Blindverkostung und klassische Live-Musik zusammenführt.
In der Galerie Fahid Taghavi, nur wenige Schritte von der Kathedrale entfernt, entfernt sich das Format bewusst von den üblichen Ritualen der Weinkultur. Keine Etiketten, keine technische Demonstration, kein Wettlauf darum, die Rebsorte schon nach dem zweiten Schluck zu benennen. Stattdessen: eine Augenbinde, vier Schweizer Weine und die Cellosuiten von Bach, live im Raum.
Was dabei entsteht, ist weniger eine Verkostung als eine Verschiebung der Wahrnehmung. Der Gaumen arbeitet anders, wenn das Sehen wegfällt; Musik verändert die Luft um das Glas; die Galerie wird zu einer stillen Bühne für Empfindung, Erinnerung und Instinkt. In diesem Rahmen wird Wein nicht so sehr erklärt, sondern erlebt.
Mit Wineganza betritt Red Events ein intimeres Terrain — eines, in dem klassische Musik nicht nur aufgeführt, sondern in ein Gespräch mit Raum, Ritual und Wahrnehmung gebracht wird. In Genf beginnt dieses Gespräch mit Bach, einem Cello und einem im Dunkeln erhobenen Glas.